Sonne wärmt Herz

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Frühling. Zum Geburtstag ist der Frühling da. Auch wenn es auf dem Kalender noch nicht so aussieht, so scheint er sich doch entschieden zu haben, bereits jetzt mit Anwesenheit zu glänzen. Er hätte sich kaum einen besseren Tag aussuchen können, denn am Freitag kurz vor dem Wochenende ist es sowieso schon etwas unbeschwerter, die Seele jubelt ob des bevorstehenden Wochenendes und der Spaziergang am Rhein bekommt dadurch eine ganz besondere Note. Wenn man darüber hinaus noch Geburtstag hat und den Besuch seiner Liebsten erwartet, ist die Aussicht auf ein sonniges Wochenende gleich doppelt so schön. Das sorgt nämlich dafür, dass man Aktivitäten auch nach draußen verlegen kann und eine längere Runde mit den beiden Hunden möglich ist.

Einen kleinen Vorgeschmack darauf gönne ich mir bereits am frühen Nachmittag, indem ich nach Feierabend eine entspannte Runde mit dem Wuffmaster zwischen Rhein und Sieg absolviere und dabei natürlich viel zu dick angezogen bin. Das macht allerdings gar nichts, ist es doch ein Zeichen dafür, dass die Wintersachen demnächst imSchrank verschwinden können. Außerdem bringt das Wetter etwas mehr Menschen auf die Hundewiese und so kommt auch der Wuffmaster voll auf seine Kosten.

Nach einem ordentlichen Spaziergang geht es dann zurück nach Hause, um die letzten Vorbereitungen für das Eintreffen der Eltern zu treffen. Alles in allem scheint es ein gelungenes Wochenende zu werden, bleibt nur zu hoffen, dass auch meine Freundin wieder richtig gesund wird.

Fazit: Das Feiern reißt auch nach Karneval nicht ab. Gut so.

Keep on rockin‘
Ree

Wochen(w)ende

Zwiegespalten. Ein Wochenende nach dem Urlaub ist stets etwas anders, als der Standardabschluss einer gewöhnlichen Arbeitswoche. Es gilt, die erholsamen Tage nochmal bewusst in sich aufzusaugen und die letzten 48 Stunden vor der Arbeitswiederaufnahme mit Spaß und Spannung zu füllen. Immerhin wird der Alltag ab Montag wieder mehr oder minder durch Vorgaben (Arbeitszeit, Sportclub, Basketball-Dauerkarte) quasi automatisch gefüllt und die kommenden Wochenenden dienen der Erfüllung häuslicher oder familiärer Pflichten.

Nur ist das so eine Sache mit der Planung freier Tage, wenn es noch einiges zu erledigen gilt, damit der in Aussicht stehende Arbeitsalltag nicht im Chaos versinkt. Die Wäsche will gemacht werden, Pfandflaschen haben Heimweh und das Haus sieht aus wie Sau – klar, zwei Wochen auf Achse hinterlassen auch Spuren.

So muss man sich also aufraffen und fällt beim Gedanken daran glatt aus dem Bett auf die Couch. Wo nur anfangen? Was kann alternativ geplant werden? Und warum ist so ein Mistwetter, wo es doch eigentlich auf eine Wanderung gehen sollte?

Viele Fragen, keine Antworten, nur die Tatsache, dass die Zeit wie üblich unerbittlich fortschreitet und stetig weniger Raum für Kreativität lässt.

Glücklicherweise konnten wir heute zumindest Teile der Vorhaben umsetzen. Ein kleiner Ausflug mit dem Wuffmaster auf die Hundewiese war genauso drin, wie ein Besuch bei einem großen Einkaufszentrum (bye bye bottles, bye bye) und ein Zwischenstopp bei gleich zwei global agierenden Fast-Food-Ketten (natürlich nur für einen Snack, denn gekocht wurde am frühen Abend auch noch).

Ergo: Der Tag war nicht verloren, wenn auch zwischenzeitlich frustrierend konfus und seltsam unsportlich. Am Abend gab es nun noch eine weitere kleine Hunderunde am Hafen zwischen Rhein und Sieg, währenddessen fantastische Österreichische Dessertleckereien in einem lokalen Supermarkt erstanden werden konnten.

Damit dürfte der Abend für alle Beteiligten des Haushalts nun ein süßes Ende finden.

Schleck, schleck, fiep.

Keep on rockin´
Ree

Training ad absurdum

Challenge. Unter diesem Motto steht mein Jahr 2014, in verschiedenen Ausprägungen. Sportlich haben sich einige Freunde mit mir zusammengeschlossen und das Ziel aufgerufen, 2.000 km laufend, auf dem Fahrrad oder dem Crosstrainer zu absolvieren, alles pseudo-wissenschaftlich über Runtastic protokolliert und mit 50 EUR Einsatz garniert.

Privat strebe ich einen großen Schritt in Richtung Abschluss des nebenberuflichen Bachelor-Studiums an (drei Kurse fehlen noch, ca. 15 Monate Studienzeit), außerdem stecke ich beruflich neben dem eigentlichen Hauptjob in einem Förderungsprogramm, dessen erfolgreiche Beendigung für November 2014 avisiert ist und dann möglicherweise zu weiteren Aufgaben führt. Viel zu tun also, neben dem ganz Besonderen und Alltäglichen wie der Pflege des Wuffmaster und den partnerschaftlichen Freuden.

Der letzte echte Urlaubstag bot sich daher an, um einen kleinen Schritt in Richtung erfolgreicher Bewältigung der Sport-Challenge zu unternehmen. Dumm nur, dass meine Freundin und ich zwar in der Planung kreativ vorgegangen sind, als wir eine Radtour auf der Rheinpromenade mit dem Wuffmaster erwogen haben, dies allerdings in der Realität völlig anders ausgegangen ist. Der kleine, ungestüme Powerhund hat mich nicht mal überholen lassen, als ich voll Speed gegangen bin, sondern weiter meine knapp 100kg Körper- und Bike-Gewicht gezogen. Irre. Wirklich. Unvorstellbar. Sobald ich das Video etwas geschnitten habe, reiche ich es nach. Somit konnte diese Tour natürlich nicht für die Challenge zählen und ich werde den Wuffmaster nicht auf diese Ausflüge mitnehmen können. Schade.

Ergebnis dieses Trips ist nun, dass ich noch immer etwas unausgelastet am Esstisch sitze und eigentlich über dem Studium brüten sollte, während der aktivste Hund des Planeten und sein Frauchen erschöpft auf der Couch liegen und die Abenteuer eines gewissen Zaubererschülers verfolgen (ok, der Wuffmaster schnauft lediglich und zuckt unregelmäßig mit den Beinen – plant vermutlich den nächsten Trip).

Alles in allem also eine schöne Sache, die, auch außerhalb jeglicher Challenge-Konkurrenz, eine Wiederholung lohnt. Morgen geht es dann vielleicht wandern. Ich werde es berichten.

Nun wird der Abend genossen. Studieren kann ich später auch noch.

Keep on rockin´
Ree

Lässigkeit, nur leicht getrübt

Gewohnheit. Welch vielseitig verwendbares Wort, in positivem, wie negativem Sinne. Es gibt lästige Gewohnheiten, die Zigarette nach dem Essen gehört dazu, notwendige, wie der werktägliche Arbeitsweg, und es gibt auch Gewohnheiten, denen man zwiespältig gegenüber steht, sie aber doch vermisst, wenn sie unterbrochen werden müssen.

Die Zeit „zwischen den Jahren“ eignet sich erfahrungsgemäß hervorragend dazu, mit wenig Urlaubstagen zwei Wochen frei zu haben und diese Zeit wird unter anderem rege dafür genutzt, am Morgen lange Spaziergänge am Rhein zu absolvieren. Auch wenn es auf den ersten Blick schwierig erscheint, auch im Urlaub zwischen 7 und 8 aufzustehen, so startet man doch sowohl beschwingt, als auch mit einem ausgelasteten Wuffmaster in den Tag.

Die frische Luft, der fast frühlingshafte Winter und das Wasser sorgen für einen Energieschub, somit kann auch der weitere Tag in vollen Zügen ausgekostet werden. Nun ist diese wahrhaft positive Gewohnheit aber auch mit einem nicht zu unterschätzenden Zeitfaktor versehen, denn wenn es am Montag wieder zur Arbeit geht, ist der Tag enger getaktet. Morgens bleibt lediglich ein Moment für den kleinen Spaziergang, nachmittags ist es derzeit noch zu dunkel, um den Wuffmaster auf unbeleuchteten Wegen rennen zu lassen.

Diese Gewohnheit wird sich also auf das Wochenende beschränken und ich weiß jetzt schon, dass sie mir zeitweise fehlen wird. Doch nicht, dass falsche Schlüsse gezogen werden: Ich freue mich dennoch auf die Arbeit, auch dort bin ich gern, mag die Leute und die Aufgabe. Im Frühjahr aber noch ein wenig mehr – denn dann bleibt es hell genug, um nach spannenden Aufgaben noch Qualitätszeit in der Natur zu ernten.

Das wird lässig!

Keep on rockin‘
Ree

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Irre am Sonntag

Premierenfieber. Alle Schauspieler, die etwas zum ersten Mal vorführen müssen, Musiker, die erstmals auf der Bühne stehen, auch Schüler, die vor der Klasse etwas präsentieren oder berichten müssen, kennen dieses Gefühl nur zu gut. Diese fiebrige Erwartung, das Kribbeln und im schlimmsten Fall zuschnüren des Magens, die Nervosität und der Drang, alle zwei Minuten die Toilette aufzusuchen. Ebenso geht es Sportlern, möglicherweise sogar mehrfach oder gar ständig im Verlauf einer Karriere. Vermag das erste Match wahrscheinlich der bewegendste Moment sein, so können besondere Spiele dennoch zu weiteren Premieren werden – erstmals im Derby, im Finale, in den Playoffs, was auch immer. Manchmal gibt es gar Premieren auf beiden oder sogar noch mehreren Seiten, wenn beispielsweise ein Schauspieler sein Bühnendebüt in einer Uraufführung bestreitet, während einer der Zuschauer sein erstes Theaterstück besucht.

So ähnlich könnte es am heutigen Abend gewesen sein, auch wenn ich nicht weiß, ob einer der Akteure von Franz Schrekers Stück Irrelohe heute seinen Erstauftritt vor Publikum hat. Zumindest handelte es sich um die Premiere dieser Oper im Bonner Opernhaus nahe des Rheinufers und es war, man mag es kaum glaube (und konnte es ob der langen Vorrede wohl auch kaum erahnen) mein erster Besuch einer Oper, steigernd noch gar der erste Besuch des Bonner Opernhauses. Erwartungsfroh kaufte ich spontan und vollkommen ungeplant für 14 EUR ein Ticket in der vorletzten Reihe und setzte mich um 17.50 Uhr auf meinen Platz. Da die Beschreibung der Oper sehr lang zu werden drohte, habe ich die entsprechenden Inhaltspassagen kursiv dargestellt. Bei Desinteresse könnt ihr dies also problemlos überlesen und euch nur meine persönlichen Erfahrungen zu Gemüte führen – aber dann verpasst ihr eventuell etwas 🙂

Während mich aus den Lautsprechern wirre Orchestermusik leise auf die kommenden Stunden einzustimmen versuchte, konnte ich vortrefflich die Menschen beobachten, die nach und nach den Saal betraten und erwartungsfroh ihre Plätze einnahmen. Da, am Aufgang, der junge Mann, dem ich eben in der Tiefgarage die Tür aufhielt – er ist offenbar der Kameramann der Bonner Oper, steht hinter seinem nun startbereiten Equipment und teilt eine Besonderheit mit mir: wir sind beide nicht operngerecht gekleidet und damit nahezu allein. Das fiel mir allerdings bereits im Foyer auf und hielt mich fast vom Kartenkauf ab: Der absolute Großteil der Besucher befand sich in gehobener, wenn nicht sogar Abendgarderobe, während ich nur Sneaker, Cargohose und Pulli trug, da ich ursprünglich lediglich beim verkaufsoffenen Sonntag in Bonn weilte und zufällig im Parkhaus der Oper geparkt hatte. Zurück zu den Gästen, auch der Altersdurchschnitt lag deutlich über dem Kameramann und mir. Noch immer rekrutiert diese Form der Unterhaltung ihr Publikum größtenteils aus der Altersklasse „Rentner und kurz davor“, was aus dem gesellschaftlichen (und nicht besonders verzerrten) Bild der Oper an sich hervorgehen dürfte: Kompliziert, anspruchsvoll, im Vergleich zum Musical erschreckend langsam und dazu noch ein Gesang, für den man entweder Fremdsprachenkenntnisse oder zumindest ein hervorragendes Hörverständnis benötigt – denn auch auf Deutsch ist zumindest der weibliche Operngesang schwer zu verstehen.

Nun, zumindest Fremdsprachen waren heute nicht gefragt, das Stück wurde in deutscher Sprache aufgeführt und schon der Auftakt, die instrumentale Einführung, wusste das Publikum zu fesseln. Ein Musikstück, das auch hervorragend auf den Soundtrack dramatischer Filme passen würde, Auf und Ab spielte das Orchester und ließ ein beachtliches Schauspiel erwarten. Der Vorhang öffnete sich zum ersten Akt und die Szenerie war eine typisch amerikanische Bar mit entsprechenden Tischen und Bänken, einer Jukebox und verschiedenen Menschen, darunter der Barkeeper und seine Mutter, die diesen Akt gesanglich eröffneten. Gegenseitig klagten sie sich ihr Leid, sie verfluchte das Altern, während er wiederholt nach der Identität seines Vaters fragte. Aus dem riesigen Fenster konnte man alte LKWs erblicken und immer wieder Passanten, von denen einer die Bar betrat, kurz nachdem die Mutter diese verlassen hatte. Auch er parlierte mit dem Wirt, erzählte gestenreich seine Geschichte, die dem Wirt die reine Panik ins Gesicht meißelt – sein Vater ist der verstorbene Graf der naheliegenden Burg, der seine Mutter vor aller Augen vergewaltigt und ihn somit gezeugt hat. Der Alte, ein verflossener Geliebter der Mutter, verschwand, verschwand bevor die Bar schloss und alle Gäste verabschiedet wurden. Nun folgte der Auftritt der verhängnisvollen Frau Eva, der große Schwarm des Wirtes, die ihm die Liebe zu einem anderen Mann andeutete, damit kokettierte und schlussendlich genüsslich ein Glas Bier über ihren Leib kippte. Verstört, verletzt und von Sinnen ruft der Wirt zum Abschluss des Aktes aus, dass nun nur noch der Selbstmord bleibt und stürmt aus der Bar, während der Vorhang fällt und den Akt beschließt.

Kaum geht das Licht an, stürmt die Herde nach draußen, um den natürlichen menschlichen Bedürfnissen nachzugehen – pinkeln und saufen. Sofort setzt wieder die etwas verstörende Musik vom Anfang ein, was mich zur Frage führt, ob ich damit wohl auch aus dem Saal gescheucht werden soll. Unbeeindruckt davon bleibe ich aber sitzen und erwarte die Rückkehr der Meute, die nach mehrfachem Schrillen der Erinnerungsglocke zurückgeeilt kommt – Glocke ist übrigens viel zu positiv, das Schrillen klingt nach einem Telefon der 80er Jahre, man kann es noch heute in alten Lindenstraßenfolgen hören. Spannend, dass nun eine Vielzahl der Gäste aus dn hinteren Reihen zunächst an der Tür wartete, um erwartungsvoll umherzublicken, ob nicht vorne etwas bessere

Nun denn, der zweite Akt begann erneut mit einem großartigen musikalischen Intro, bevor sich der Vorhang hob und eine neue Szenerie die Aufmerksamkeit der Besucher in Anspruch nahm. Die Militärfahrzeuge aus dem Anfangsakt bildeten nun die Mitte der Bühne und Kerngeschichte war die verzweifelte Sehnsucht der beiden Alten aus der Bar, die weder ein, noch aus wissen und einander nah sind, aber erstmal nicht zueinander finden. Dramaturgisches Prunkstück war der Geigenkoffer des Mannes, der, kaum geöffnet, aus seinem Innern lichterloh brannte. Hervorragend. Der Vorhang schloss sich, das Orchester setzte zu einem weiteren vorzüglichen Stück an und unterhielt das Publikum während der Bühnenarbeiten großartig. Nach einigen Minuten gab der Vorhang den Blick wieder frei und der zweite Teil des Akts konnte beginnen. Spartanisch eingerichtet befand sich der Sohn des Grafen mit einem Begleiter um ein Blumenarrangement platziert und eine Debatte über Sinn und Unsinn der Kontaktaufnahme mit seiner Verlobten Eva brach aus, bevor er seinen Freund davon überzeugen konnte, mit Brief und Blumen für sie von dannen zu ziehen. Kaum war er fort, kam besagte Frau schon auf die Bühne, ihres Zeichens eben die Frau aus der Bar. Gegenseitig sprachen sie einander Vorwürfe und Entschuldigungen aus, bis die finale Dynamik dieses Aktes in einer wunderbaren gemeinsamen Sinfonie im Innern eines tollen historischen Cabriolets endete.

In der Pause bot sich das gleiche Bild wie zuvor – schnell war ich allein und hatte Gelegenheit, das eben gesehene sacken und die Gedanken schweifen zu lassen. Wie ein Besucher eben sagte: Die Pausen bieten eine schöne Gelegenheit, sich mal die Beine zu vertreten – nun, ehrlich gesagt wäre es mir auch recht gewesen, wenn es nur zwei Akte gegeben hätte, aber ich wurde ja nicht zum Bleiben gezwungen. Außerdem vergeht so eine Pause ja auch rasch under dritte, der finale Akt kündigte sich durch das Orchesteropening an. Ohne Umschweife kann ich hier schonmal schreiben, dass dieses Ensemble für mich das wahre Highlight des Abends war. Die musikalische Prasentation war einfach formidabel.

Der dritte Akt nun führte die Geschichte erwartungsgemäß zusammen, es wird Hochzeit gefeiert. Eva ehelicht den Sohn des Grafen, den Halbbruder des Wirtes, der seinerseits in sie verliebt ist. Eine feudale Feier, wundervoll und farbenfroh inszeniert, mit Tanz, Kindern und vielen Gästen, wird durch den Auftritt des Wirtes je unterbrochen und nimmt den erwartet unheilvollen Lauf. Die Halbbrüder duellieren sich, während die Burg im Hintergrund eindrucksvoll in Flammen aufgeht und die Aufmerksamkeit der Hochzeitsgäste auf sich zieht. De Sohn des Grafen gewinnt den Zweikampf, tötet den Wirt und reißt seine Eva an sich, während die Mutter des Wirtes ihrer Verzweiflung Luft macht und schließlich zusammenbricht. Das Ehepaar besteigt das Hochzeitscabriolet, fährt vondannen und der finale Vorhang fällt. Berechtigterweise gab es für diese erstaunlich gefühlvolle und mitreißende Inszenierung Standing Ovations, denn im Großen und Ganzen passte alles: Das Orchester war fantastisch, die Musik führte die Geschichte, die Schauspieler waren in Tanz, Gesang und Theater herausragend und die Story fügte sich perfekt ineinander. Als Oper-Neuling kann ich nur sagen: Bravo, ich werde wiederkommen. Schaut euch das Stück an und lasst euch nicht von Vorurteilen, sondern von großen Gefühlen leiten.

Allen, die ich mit dieser ausufernden Beschreibung noch nicht vergrault habe (oder die einfach fleißig runtergescrollt haben) erzähle ich gerne noch vom Rest des Tages, der seinen Anfang in einer großartigen Fitnesssession nahm, wo ich meine Übungen erstmals in einem Fitnesstagebuch notierte, welches ich nun immer dabeihaben und führen möchte. Das motivierte ungemein und so dauerte das Training mit Buddy und Girly gar über zwei Stunden. Die Kombination aus Kraft und Ausdauer war erfrischend und mittags daheim war die Dusche eine grandiose Wohltat. Somit hatten wir uns das Frühstück im einzigartigstens Café von Bad Godesberg, dem Café Schöner, redlich verdient. Hier kehrt vor allem die ältere Generation ein, was es umso erstaunlicher macht, dass das große Frühstück wahrhaft so groß ist, dass ich es nicht alleine verzehrt bekomme. Nun gut, so waren wir wenigstens gesättigt und konnte mein Girly ruhigen Gewissens zur Arbeit schicken. Im gleichen Schwung machte ich mich zu besagtem verkaufsoffenen Sonntag in der Bonner City auf, parkte bekanntlich im Opernparkhaus und schlenderte in aller Ruhe durch die Geschäfte. Bei Snipes erwarb ich einen coolen Kapuzenpulli und kurz vor Ladenschluss schlenderte ich, wie oben bereits erwähnt, zum Parkhaus zurück, wo der Kern des restlichen Abends seinen Lauf nahm.

Nachdem das Stück nun vorüber ist und ich mich bei McDonalds mit einem McChicken gestärkt habe, schaue ich nun die Bundesliga im TV, finalisiere den Blog und werde gleich noch in die Badewanne hüpfen. Morgen startet immerhin nochmal eine anstrengende Arbeitswoche, bevor es vemrutlich danach etwas ruhiger dem Jahresende entgegengeht. Dementsprechend wird jetzt erstmal relaxed und die Hand gekühlt 🙂 Keep on rockin´ !!